Wie du soziale Medien so nutzt, dass sie dir guttun
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Die sozialen Medien können richtig schlecht für deine mentale Gesundheit sein. Müssen sie aber nicht! 👀
Manchen fällt es scheinbar leicht, soziale Medien gesund zu nutzen. Andere interessieren sich gar nicht dafür. Und wieder Andere werden durch Social Media unglücklich und verunsichert.
Warum ist das so?
Laut wissenschaftlichen Studien hängt das von ein paar entscheidenden Faktoren ab. Für dich habe ich sie in vier Tipps zusammengefasst, damit du soziale Medien gesund nutzen kannst.
Hinweis: Wer ansonsten gesund und happy ist, wird durch soziale Medien allein nicht todunglücklich. Aber Menschen, denen es ohnehin mental schlecht geht, laufen Gefahr durch TikTok, Insta & co. in ein noch tieferes Loch zu fallen.
Wenn du merkst, dass das bei dir der Fall ist, brauchst du vielleicht professionelle Hilfe. Die gibt’s zum Beispiel kostenlos via 0800 / 111 0 111 oder hier im geschützten Chat. Pass auf dich auf! 🤍
1. Sei aktiv dabei
Es macht einen großen Unterschied, ob du die sozialen Medien eher aktiv oder passiv nutzt!
Aktiv bist du zum Beispiel, wenn du selber etwas postest, likest, teilst oder kommentierst. Solche Aktivitäten haben eher einen positiven Einfluss auf dich und können zum Beispiel dein Selbstwertgefühl steigern.
Passiv bist du, wenn du nur zuschaust, klickst, scrollst. Grundsätzlich sind diese Aktivitäten neutral, aber das Risiko für stundenlanges Doomscrolling ist deutlich höher, als wenn du aktiv mit anderen interagierst.
👉 Klar bist du in der Realität mal aktiv, mal passiv. Aber versuche, bewusst aktiver zu sein – und guck, was es mit dir macht.
2. Vergleiche dich richtig
Es gibt unzählige „motivierende“ Sprüche, die dir sagen, dass du dich auf keinen Fall mit anderen vergleichen sollst. Das ist aber Quatsch.
Tatsächlich kann es sogar guttun, sich zu vergleichen! Das hängt ganz davon ab, wie und mit wem du dich vergleichst.
Im Prinzip musst du dir diese zwei Fragen stellen:
Vergleichst du dich mit jemandem, den du in einer fiktiven Rangliste eher als „über“ oder „unter“ dir empfindest?
Und hast du eher das Gefühl, dass du dieser Person ähnlich bist – oder ganz anders?
Je nachdem wie du antwortest, ergibt sich eine von vier verschiedenen Vergleichs-Kategorien. Jede davon löst andere Gefühle in dir aus.
Um das zu verstehen, hilft das „Identification-Contrast-Model“, das ich hier für dich visualisiert habe:
Stell dir vor, du vergleichst dich mit einer berühmten Fitness-Influencerin. Sie ist erfolgreich, schön, reich. Und gefühlt steht sie „über“ dir.
Wenn du den Eindruck hast, dass sie dir ähnlich ist und dass du eines Tages auch so sein könntest wie sie, werden dich ihre Inhalte motivieren und inspirieren.
Aber wenn du glaubst, dass ihr komplett unterschiedlich seid und du niemals das könntest, was sie kann – dann löst das Neid und Selbstzweifel in dir aus.
Klingt logisch, oder?
Anderes Beispiel: Stell dir vor, du siehst jemanden, der einen dummen Fehler gemacht hat und jetzt in der Patsche sitzt. Gefühlt steht diese Person „unter“ dir.
Wenn du dich der Person ähnlich fühlst, wirst du Mitgefühl empfinden und vielleicht sogar helfen wollen. Wahrscheinlich bist du dankbar, dass du nicht diesen Fehler gemacht hast.
Wenn die Person ganz anders ist als du und du glaubst, dir wäre so was Dummes nie passiert – dann wirst du eher Stolz oder sogar Eitelkeit empfinden.
Klar, in einer idealen Welt würden wir uns vielleicht gar nicht vergleichen. Aber in der Realität tun wir es ständig.
👉 Folge in den sozialen Medien Menschen, die ein positives Vergleichsgefühl in dir auslösen. Am besten gehst du deine Follow-Liste direkt mal durch und entfolgst allen, mit denen du dich auf ungesunde Weise vergleichst.
3. Arbeite an deinem Mindset
Okay, das klingt etwas wischi-waschi. Aber Forscher*innen haben herausgefunden, dass unsere Einstellung zu sozialen Medien entscheidend für deren Einfluss auf uns sein kann!
Wenn du überzeugt bist, dass die sozialen Medien grundsätzlich böse sind, wirst du dich nicht gut fühlen, wenn du sie trotzdem benutzt.
Wenn du glaubst, dass du zu undiszipliniert bist, um auf Social Media zu verzichten, wirst du wahrscheinlich Recht behalten.
👉 Schreibe dir alle Glaubenssätze auf, die du über die sozialen Medien und dein Nutzungsverhalten hast. Lass dir dafür ruhig ein bisschen Zeit, falls dir nicht sofort etwas einfällt. Und dann formuliere diese Sätze bewusst um.
Am besten solltest du Social Media als Werkzeug betrachten. Du entscheidest, wie und wann du es einsetzen möchtest. Und du bist fähig, dich richtig zu entscheiden.
4. Übertreib’s nicht
Grundsätzlich wird von einer „exzessiven Nutzung“ sozialer Medien abgeraten. Aber wie viel ist eigentlich zu viel?
Darauf gibt es leider keine einfache Antwort – aber spannende Hinweise.
Zum Beispiel ergab eine Studie, dass es den Teilnehmenden deutlich besser ging, wenn sie ihre Social-Media-Nutzung auf 30 Minuten pro Tag begrenzten. Sie fühlten sich weniger einsam und zeigten weniger Symptome einer depressiven Verstimmung.
Überleg dir also gut, wie viel Zeit du in sozialen Netzwerken verbringen möchtest.
👉 Am besten stellst du dein Handy so ein, dass die Apps nach einer bestimmten Zeit automatisch gesperrt werden. Eine Anleitung dafür gibt’s hier für Apple- und hier für Android-Geräte.
Die Studie ergab außerdem, dass auch Teilnehmende, die ihre Social-Media-Zeit nicht einschränkten, später weniger Angst und FOMO hatten. Allein die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema hat wohl einen positiven Einfluss.
Du bist also jetzt schon auf dem besten Weg! 😉
Außerdem fanden Forscher*innen heraus, dass die Anzahl der genutzten Apps einen Unterschied macht. Nach dem Motto: „Weniger ist mehr!“
👉 Überlege dir, welche sozialen Medien du wirklich nutzen möchtest – und warum. Lösche Apps, die dir nicht wirklich guttun oder ersetze sie durch andere. Ich finde zum Beispiel Pinterest deutlich inspirierender als Instagram.
Übrigens: Ich möchte mit diesem Artikel auf keinen Fall die negativen Einflüsse von Social Media kleinreden. Und es ist nicht deine Schuld, wenn es dir schwerfällt einen gesunden Umgang damit zu finden. Die Anbieter müssen grundlegend etwas daran ändern, damit soziale Medien wirklich sozial werden.
Aber bis es so weit ist, bist du mit diesen Tipps schon mal gut gewappnet! 💪😊
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Lass es dir gut gehen & bis bald,
deine Pia
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